GeschichtsWerkstatt Hachenburg e.V.
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Aktualisiert am 05.09.2021

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Hachenburg mit Stadtmauer
Hachenburg mit Stadtmauer
Marienstatt um 1905
Marienstatt um 1905
Hachenburg und Altstadt - 1906
Hachenburg und Altstadt - 1906
Herzlich Willkommen

 

Liebe Mitglieder und liebe Freunde des Vereins!

Hier ein kurzer Einblick
in die lange Karnevalstradition unserer Stadt.

Karneval

Aus „Geschichte der Stadt Hachenburg“ von Dr. Stefan Grathoff

Der Hachenburger Karneval verdankt seine Entstehung den Mitgliedern des Turnvereins. Am Samstag, dem 25. Februar 1888 veranstaltete der Verein einen großen Maskenball im Hotel Westend. Man wollte in „gemütlichen schön dekorierten Räumen“ ein humoristisches Fest

feiern. Auch danach war der Turnverein stets die treibende Kraft. An einem Montag im Februar 1894 veranstaltete der Turnverein einen Fastnachtszug, der mehr Besucher anlockte als der Katharinenmarkt. Am Nachmittag fand ein Umzug statt, bei dem mehrere Wagen durch die Stadt fuhren und dabei von Reitern eskortiert wurden. Abends gab es „theatralische Vorstellungen“ und humoristische Vorträge. Danach traf man sich bei einem großen Maskenball. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Kapelle Bindweide.

Seit 1888 ist der Brauch überliefert, sich für den Umzug zu verkleiden. Es fuhren Zigeuner- und Kesselflickerwagen umher, in denen die Kinder sitzen durften. Schon damals war die berühmte „Altweibermühle“ dabei. Hierbei werden „alte Weiber“ in der Mühle auf magische Weise wieder verjüngt. Dazu gab es bereits damals Wagen, die irgendein

bedeutendes oder auch nur humorvolles Ereignis thematisierten. Reiter zu Pferde, meist Reservisten berittener Truppen, nutzten die Gelegenheit, um sich in ihren Uniformen zu zeigen. Es gab Maskenbälle verschiedener Vereine, so des Gesang- und Turnvereins. Es wurden bereits humoristische Reden gehalten, die aber im Gegensatz zu später noch wenig politisch waren. Man sang närrische Lieder und prämierte gelungene Maskeraden. Unvergessen blieb lange Zeit die Aufführung des Räuberspiels „Rinaldo-Rinaldini“ an Karneval 1898.

Im Jahr 1903 wurde im Saal des Nassauer Hofes die große Hachenburger Karnevals­gesellschaft gegründet. Ihr erster Vorsitzender wurde Leo Colmant.364 Die Zeit der beiden Weltkriege und des Nationalsozialismus ließ wenig Raum für karnevalistische Aktivitäten. Erst 1952 begann man mit den Vorbereitungen zur Wiederbelebung des Hachenburger Karnevals. So fand im Februar 1953 eine erste große Fremdensitzung im Saal des Hotels Friedrich statt. Die alte Karnevalsfahne trug den Wahlspruch „Niemandem weh, allen zum Wohle“. Es gab einen Elferrat und Narren in der Bütt, die musikalische Untermalung der Prunksitzung wurde von der Stadtkapelle gewährleistet. Auf dem Neumarkt veranstaltete man an den drei närrischen Tagen eine „Februar-Wiese“, einen Jahrmarkt mit verschiedenen Händlertischen und Verkaufsbuden. Im Saal Schmidt fand der „Bö-Bu-Ball“, der Böse-Buben-Ball, statt. Mit Sicherheit waren auch Frauen „zugelassen“.

Das Jahr 1954 sah den ersten Karnevalsumzug nach dem Krieg durch Altstadt und Hachenburg. Doch aufgrund unterschiedlicher Meinungen in Bezug auf Sinn und Zweck des großen Aufwandes kam das karnevalistische Leben bald wieder zum Erliegen. 1955 spielte die Stadtkapelle an Karneval lieber in Köln und in Ransbach als bei Hachenburger Karnevalsveranstaltungen. 1961 stand die Karnevalsgesellschaft kurz vor der Aufläsung. Die gewollte „Pause“ dauerte jedoch nicht allzu lange. Im Jahr 1971 bestand der Hachenburger Karnevalszug bereits wieder aus elf Wagen. 20 Abteilungen zogen zu Fuß durch die Stadt, vier Musikkapellen, darunter auch die Stadtkapelle Hachenburg, wirkten damals mit.

Dann kam die Ölkrise. Der Umzug 1973 fand noch statt, man plante für das Jahr 1974, u.a. sollten zehn Kapellen gebucht werden. Doch dieses finanzielle Risiko war dem Vorstand zu groß und so wurde der Umzug 1974 abgesagt. Das war das Ende der Umzüge, Karnevalssitzungen fanden aber auch in den folgenden Jahren noch statt. Erst 1985 wurde der Hachenburger Carnevalsverein (HCV) offiziell wegen Nachwuchsproblemen aufgelöst.

Im Jahr 1999 gelang es der Kirmesgesellschaft Hachenburg, mit einer Kappensitzung den Karneval in Hachenburg neu zu beleben. Das Vereinsvermögen war 1985 gerichtlich der Stadt mit der Auflage zugesprochen worden, einen neuen Karnevalsverein zu gründen.

Doch so richtig in Gang kam das Karnevalsleben in der Stadt nicht mehr. Die „Jecken“ marschieren heute in anderen Orten, so etwa beim „Öko-Karneval“ in Altstadt und in Müschenbach, um nur die nächstgelegenen Umzüge zu nennen.
























Nach langer Pause laden wir wieder zu einer
„Plauderei aus dem Nähkästchen“ ein!
Unser Thema ist eine Sache, die uns sehr am Herzen liegt:
der Nauberg! Das Naturreservat „Nauberg“ im Grenzgebiet
zwischen Nister, Norken, Mörlen und Nauroth gilt als besonders
schützenswert. Wir möchten darauf aufmerksam machen,
dass 32 Hektar intakter Buchenwald mit 160 Jahre alten
Bäumen nicht dem Basaltabbau zum Opfer fallen dürfen.

 Zu unserer ganz besonders großen Freude treffen wir uns
am Dienstag, dem 27. Juli 2021 um 15 Uhr an historischer Stelle:

der Nistermühle bei Hachenburg.

Musikalisch werden wir unterstützt von Volker Siefert.
Natürlich wird wie immer auch für das leibliche Wohl gesorgt, 
es gibt Leckereien, mit heimischen Kräutern hergestellt.

Teilnahme  n u r  mit Anmeldung bei Verena Kauschka
Telefon: 02661-3550 oder 0175-6124679
oder per e-mail an:
GeschichtsWerkstatt Hachenburg e.V.



 


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